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Lecker macht Laune

2011 startete Irina ihren Blog und ist seitdem Feuer und Flamme für das Ausprobieren neuer Gerichte und hat zudem großen Spaß am anschließenden Fotografieren, Schreiben und Aufbereiten. Mit dem Umzug in die erste eigene Wohnung vor ca. acht Jahren hat Irina das Kochen für sich entdeckt. Seitdem sammeln sich bei ihr immer mehr Kochbücher und -zeitschriften, Küchengeräte und lauter vielseitige Rezepte. Ihr Blog umfasst von Torten über Lunchboxen bis hin zu Pasta-Gerichten sowie Tipps zu Koch- bzw. Backbüchern und Küchengeräten - auf Irinas Blog geht's abwechslungsreich zu. Ob frisches Obst, Gemüse oder Fleisch - auch bei Irina findet seit einiger Zeit ein Umdenken statt, so dass sie sich immer mehr regional ernährt und es ebenfalls wichtig findet, die Arbeit der Bauern aus ihrer Region nachhaltig zu unterstützen. Sie freut sich auf die Aktionswoche #7xregional!

#7xregional: das hat es damit auf sich

Schon die ganze Woche konntet Ihr auf meinem Instagram-Account unter dem Hashtag #7xregional Shnappschüsse von regionalen Produkten verfolgen. Was es damit auf sich hat, erfahrt Ihr jetzt… Gutes Essen mochte ich schon immer. Nur die Herkunft, die war mir vor 5/6 Jahren nicht so wichtig. Das erste Mal mir darüber Gedanken zu machen fing ich an als ich ein Kind bekam. Irgendwann ist ja die Milchzeit vorbei und man fängt mit „richtigem“ Essen an. Und tja, was soll ich sagen? Als es plötzlich nicht mehr nur um mich sondern um ein Kind, für das ich die Verantwortung trage, ging, fing ich an mich dafür zu interessieren was in meinem Einkaufskorb landet. Die Auswirkung war zunächst die, dass ich für meine Tochter hauptsächlich Bio-Produkte kaufte. Soweit, sogut. :) Das Thema Regionalität und Saisonalität ist aber dennoch vergleichsweise neu für mich, denn das Umdenken fing hier erst vor ein/zwei Jahren an. Als REWE Regional mit dem Thema an mich herantrat, hatte ich also ein entsprechend offenes Ohr. Bei der Aktion geht es darum sich eine Woche lang möglichst regional zu ernähren. Außer mir haben noch sechs weitere Blogger/Innen mitgemacht und jeden Tag dieser Woche Rezepte vorgestellt. Aber der Reihe nach: Wie handhabe ich es mit den regionalen Produkten? Wie kaufe ich ein?

Den Hauptteil für die jeweils kommende Woche kaufen wir im Normalfall ganz spießbürgerlich Samstags ein. Nicht immer, aber immer öfter fahren wir dafür morgens als erstes auf den Wochenmarkt. Toll finde ich da natürlich die Gemüse- und Obststände, aber auch der Gewürz- sowie der Spezialitätenstand haben es mir besonders angetan. Hier bekomme ich unter anderem Gewürze, die ich sonst nur online bestellen könnte. Ihr seht, ich liebe den Wochenmarkt. Einen Kritikpunkt habe ich aber dennoch: auch hier ist nicht unbedingt alles regional. Früher dachte ich, dass man mit einem Kauf auf dem Wochenmarkt automatisch auch die Bauern in der direkten Umgebung unterstützt. Das stellte sich leider als naiv raus. Spätestens als ich die ersten Bananen an einem der Stände entdeckte, war klar, dass auch die hier verkaufenden Anbieter zukaufen. ;) Und auf Nachfrage erfuhr ich, dass durchaus einiges von weiter weg kommt, weil sie nicht immer alles selbst parat haben, aber den Kunden möglichst viel Auswahl bieten wollen. Diese Entwicklung finde ich sehr schade und hoffe, dass sich die Erwartungshaltung der Käufer ändert damit die Bauern auch wieder zu einem ursprünglicheren Arbeiten zurückfinden dürfen. Viele von ihnen bieten nämlich auch köstliche Produkte aus Eigenanbau an.

Regional heißt meist auch saisonal

Nach dem Wochenmarkt geht es dann weiter in den Supermarkt um da die restlichen Lebensmittel und Co (Küchentücher, Spüli, Zahnpasta….) zu kaufen. Und hier kommt jetzt REWE Regional ins Spiel. Die REWE Eigenmarke macht es einem deutlich einfacher im Supermarkt zu erkennen welche Produkte von Erzeugern und Herstellern aus der Region stammen. So kann jeder, der Wert darauf legt, ohne nachfragen zu müssen, seine Region unterstützen. Der positive Effekt von regionalen Lebenmitteln ist übrigens, dass sie auch saisonal sind. Klar, das eine bedingt ja auch das andere. ;) Ich verstehe wirklich nicht warum mitten im Winter Erdbeeren aus Italien sein müssen. Und es einer 4-Jährigen erklären zu dürfen war auch nicht gerade einfach. ;) Sicher, auch bei mir landen im Winter doch das ein oder andere Mal Tomaten oder eine Gurke aus dem Ausland im Einkaufswagen. Nämlich dann, wenn ich das andere gar nicht mehr sehen mag, aber es passiert bei weitem nicht mehr so häufig wie früher und wer weiß, vielleicht schaffe ich es irgendwann mal mich ganz saisonal und regional zu ernähren. Im Moment gibt es eben nicht nur schwarz oder weiß sondern auch grau ;)

Zurück zu REWE Regional: wichtig zu wissen ist, dass es hierbei nicht nur um regionales Obst und Gemüse geht, sondern auch um allerlei andere Produkte wie zum Beispiel Säfte, Wein, Bier, Marmelade und mehr. Gut, ich kaufe schon seit Jahren keine Marmeladen mehr, weil meine Schwiegereltern Obstbäume haben und ich jährlich mehr Marmelade einkoche als wir essen können, aber diese Option hat nicht jeder und ein leckeres Glas Marmelade aus der Region ist da die perfekte Alternative. Wir haben hier 4 REWE-Filialen und jede bietet ein anderes Sortiment an regionalen Produkten an. Das liegt daran, dass die Marktleiter ihr Sortiment selbst zusammenstellen können. Ihr seht, nachschauen lohnt sich auch in mehreren Filialen einer Stadt. Dann findet man am besten raus welche die ist, die für einen selbst das passende Sortiment anbietet. Manche Filialen verkaufen sogar regionales Fleisch. Das finde ich toll. Vor allem, weil ich gerade in punkto Fleisch noch nicht sicher bin wie ich in Zukunft verfahre. Ähnlich wie beim Gemüse findet bei mir auch zu diesem Thema ein Umdenken statt. Nur ganz soweit wie beim Gemüse bin ich da noch nicht. Und ganz ehrlich: der Mensch ist ein Gewohnheitstier und auch mir fällt es schwer aus alten Gewohnheiten neue zu machen.

Regionalität muss nicht teuer sein

Was ich auch wichtig finde: viele denken, dass saisonale/regionale Produkte mehr kosten. Das muss nicht sein. Denn die Produkte, die gerade Saison und kurze Transportwege haben, sind in der Regel mehr als nur erschwinglich. Ich behaupte sogar, dass sie (je nach Produkt natürlich) wirklich günstig sind. :) Ach, da fällt mir ein: ich hab doch oben schon meine Schwiegereltern erwähnt. Sie halten schon seit Jahren Hühner und die legen wirklich viele Eier. So sind wir fast immer mit frischen Eiern von glücklichen Hühnern versorgt. Und falls mal nicht genügend da sind: ich hab bei REWE auch Eier eines regionalen Betriebs entdeckt. ;) So, jetzt, nachdem Ihr Euch durch meinen Roman gelesen habt, möchte ich Euch noch meine Rezepte mitgeben. Los geht es mit dem…

Frühstück

Spinat-Brot-Rolle mit Romesco-Sauce und pochiertem Ei

Liest sich vielleicht kompliziert, ist aber total einfach wenn man das Brot und die Sauce schon am Vorabend vorbereitet. :) Die Brot-Rolle ist eine Eigenkreation und die Sauce, in die ich mich reinlegen könnte, ist von Rachel Khoo (die eine wirklich bezaubernde Köchin ist).

Spinat-Brot

Zutaten

350g Spinat
100ml Olivenöl
120g Walnüsse
350g Dinkelmehl, Type 630
350g Dinkelvollkornmehl
4g Trockenhefe
80g Sauerteig
1,5 TL Honig
1,5 TL Salz
2 EL Olivenöl
450ml Buttermilch 

Zubereitung

1. Für die Füllung Walnüsse hacken, in einer Pfanne ohne Fett anrösten und zusammen mit dem gewaschenen Spinat unter Zugabe von Olivenöl pürieren. Mit Bärlauch würde das übrigens ebenfalls gehen, nur ist da leider die Saison vorbei. Vielleicht nächstes Jahr ;)

2. Restliche Zutaten zu einem glatten Teig verkneten, auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und halbieren. Jeden Teil einzeln ausrollen, mit Spinatmasse füllen und wie auf den Fotos gezeigt einrollen. Auf ein Backblech legen und abgedeckt eine Stunde gehen lassen.

3. Backofen rechtzeitig auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen und die Brote insgesamt ca 40min backen. Die Hitze nach den ersten 15min auf 200°C runterregeln.

Romesco-Sauce

Zutaten

3 rote Paprikaschoten
2-3 Knoblauchzehen, je nach Größe
100g Pinienkerne
4 El Olivenöl
50g Vollkorn-Semmelbrösel
1/2 TL süßes geräuchertes Paprikapulver
1 EL Weinessig
Salz nach Geschmack

Zubereitung

1. Paprikas putzen, halbieren und mit Öl bepinselt in eine Auflaufform legen. Mit Alufolie abdecken und bei 180°C Umluft im vorgeheizten Backofen ca 45min backen. Unter der Folie abkühlen lassen und anschliessend die Haut abziehen.

2. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten und abkühlen lassen.

3. Jetzt die gehäuteten Paprikas, die abgekühlten Pinienkerne sowie die restlichen Zutaten entweder in einem Zerhacker oder mit dem Pürierstab zu einer homogenen Masse pürieren.

Die pochierten Eier waren für mich tatsächlich eine Premiere. Wichtig ist, dass man möglichst frische Eier nimmt, weil das das Eiweiß noch nicht so flüssig ist. Dann setzt man Wasser mit etwas Essig in einem Topf auf und bringt es zum Sieden (nicht kochen!). Wenn es soweit ist, rühre ich mit einem Löffel so stark im Topf, dass ein Strudel entsteht und gebe die Eier hinein. Nach 4min hatten sie die für mich perfekte Konsistenz. Jetzt einfach nur noch mit der Romesco-Sauce auf das Brot schichten und fertig. Köstlich :)

Snack

Als Snack zwischendrin gibts hier jetzt zur Erdbeerzeit öfter mal Erdbeer-Milch. Wie das geht? Simpel: Erdbeeren (Menge nach Wahl) mit Milch in einen Blender geben und zum Milchshake verarbeiten. :)

Mittagessen

In Bier gegartes Schwein auf Kartoffel-Möhren-Pürree

Wir sind hier in Oberfranken und Bier (auch wenn ich persönlich es pur gar nicht mag) gibt es en masse. Auch bei REWE wurde ich fündig. Es lohnt sich übrigens im Laden einfach die Augen nach regionalen Produkten offen zu halten. Das Bier war nicht extra ausgeschildert, kommt aber aus derselben Stadt wie ich ;)

Zutaten

ca. 1,2kg Schweinenacken
2 große Möhren, in Scheiben
4 Zwiebeln, in Spalten
1 Stange Lauch, in Ringen
Knoblauch ca. 350ml dunkles Bier

Pürree

350g Möhren, geschält und in Stücken
600g Kartoffeln, geschält und in Stücken
Butter
etwas Milch
Salz und Pfeffer
Meerrettich

Zubereitung

1. Einen gußeisernen Topf aufheizen, die Fleischwürel in etwas Öl scharf anbraten und wieder rausnehmen. Im entstandenen “Bratensaft” Möhren, Zwiebeln, Lauch und Knoblauch anschwitzen, Fleisch wieder zugeben und mit Bier ablöschen. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit geschlossenem Deckel 45 bis 60min garen. Einfach zwischendurch probieren. :)

2. Während das Fleisch gart, wird das Pürree vorbereitet. Ich nutze immer meinen Schnellkochtopf und gare darin mit Dampf. Alternativ kann man die Möhren und Karotten natürlich auch im Wasser kochen. Einfach so lange bis sie gar sind. 

Dann unter Zugabe von Butter und Milch (Menge nach Geschmack) zu einem geschmeidigen Pürree stampfen, mit Salz und Pfeffer würzen und fertig. Mit frischem geriebenen Meerrettich servieren.

Abendessen

Auberginen-Brot-Salat mit Halloumi und Tomaten

Dieser Salat hat sich eher zufällig ergeben. Ich finde ihn toll weil man dafür wenig Zutaten braucht und kaum Aufwand vonnöten ist. Perfekt für den Feierabend und für den kommenden Sommer

Zutaten

3 Auberginen, gewürfelt
200g Halloumi, gewürfelt
4 Scheiben Brot, grob gewürfelt
ca. 300g Mini-Tomaten, in Spalten

Zubereitung

Halloumiwürfel anbraten und in eine Schüssel geben. Auberginenwürfel in ausreichend Öl ausbraten und zusammen mit dem Restöl dazugeben. Jetzt einfach das Brot und die Tomaten ergänzen, mit Salz und Pfeffer würzen und umrühren. Da aus den Auberginenwürfeln noch Öl tritt und aus den Tomaten der Tomatensaft, ist kein weiteres Dressing nötig. Der Salat schmeckt sowohl lauwarm als auch etwas länger durchgezogen wunderbar.