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Eat This!

Nadine und Jörg aus Ulm betreiben ihren Blog gemeinsam seit 2011 und widmen sich hier der veganen Küche. Beide leben seit vielen Jahren aus ethischen Gründen vegan. Die Leidenschaft zum Kochen und Experimentieren mit frischem Gemüse, Kräutern und diversen anderen Zutaten haben sie erst durch den Schritt zum Veganismus entdeckt und freuen sich immer wieder über neue Geschmäcker und Aromen. Die obligatorische Frage “Was könnt ihr denn als Veganer überhaupt noch essen?” hat beide schließlich dazu bewegt eat this! ins Leben zu rufen. Die REWE Regional Aktionswoche #7xregional wird von den beiden also vegan bestritten. Nadine und Jörg freuen sich auf die Herausforderung und sind gespannt auf neue Erfahrungen mit der regionalen Küche. 

#7xregional. Was uns regionales Einkaufen bedeutet

Ausschließlich regional einkaufen. Hat schon was von einer romantischen Vorstellung, findest du nicht? Leider wird uns das regionale Einkaufen als Verbraucher häufig nicht leicht gemacht. Das liegt in heimischen Gefilden selbstverständlich häufig daran, dass während eines großen des Jahres einfach nur Kohl wächst.
Aber natürlich liegt es auch am erwarteten Angebot des Konsumenten. Als Veganer müssen wir zwar keine Erdbeeren im Winter haben, aber eine gewisse Auswahl an frischem Obst und Gemüse fänden wir schön – um wieder beim Thema „Kohl“ zu sein. In der besagten kalten Jahreszeit greifen wir also auch zu Produkten, die einen etwas längeren Weg hinter sich hatten.
Aber auch während des übrigen Jahres ist es häufig nicht möglich, rein regional einzukaufen. Da werden Bio-Kartoffeln aus Ägypten importiert, der Spargel kommt aus Griechenland und die Tomaten ohnehin fast ausschließlich aus Spanien. Und das nicht nur im „regulären“ Supermarkt – auch Bio-Ketten kaufen fleißig um den Globus herum ein. Das schlägt natürlich eine ganz schöne Kerbe in die aufgrund unseres veganen Lebensstils grundsätzlich bessere CO2-Bilanz. Nachhaltigkeit geht natürlich anders. Deshalb prüfen wir auch in der Gemüseabteilung Etiketten und vergleichen die Angebote. 

Wir sind deshalb sehr froh, wenn es unser Terminkalender erlaubt, auf dem Wochenmarkt einkaufen zu können. Natürlich werden auch hier viele zugekaufte Produkte angeboten, allerdings lassen sich wirklich regionale Angebote auch einfacher finden. Wir haben dabei das gute Gefühl, lokale Landwirte zu unterstützen (besonders unser Grünkohl-Dealer hat es uns angetan – wenn er sich jetzt doch nur noch dazu überreden ließe, ihn das ganze Jahr anzubieten) und wir haben die Gewissheit, dass die Produkte frisch geerntet wurden und die Lieferwege kurz waren.

Lokales Bewusstsein beim Einkauf

Der „Trend“ zeigt jedoch, dass es nicht nur uns als Veganer so mit der Herkunftsrecherche geht. Das Vertrauen in „industriell“ gefertigte Massenware schwindet auch beim herkömmlichen Verbraucher. Kein Wunder also, dass sich auch die großen Anbieter diesen „neuen“ Herausforderungen stellen möchten. REWE Regional – das regionale Angebot von REWE – rief deshalb zur Aktion „#7xregional“ auf, um auf das lokale Bewusstsein beim Einkauf aufmerksam zu machen. Die mit dem „REWE Regional“ Etikett ausgestatteten Produkte kommen ausschließlich von Erzeugern in deiner Region und wechseln deshalb selbstverständlich auch je nach Saison.

Wir haben deshalb in der vergangenen Woche versucht, überwiegend regionale Produkte einzukaufen. Selbstverständlich mit Einschränkungen, denn zum Beispiel Ulmer Kaffee gibt es leider nicht. Was heißt hier leider – ich glaube kaum, dass der ein geschmacklicher Hit würde. So weit sind wir dann doch noch nicht mit dem Klimawandel. Auch Produkte wie verschiedene Essige, Öle, Gewürze und spezielle Produkte wie Tofu sind schwierig oder gar nicht aus regionalem Anbau zu beziehen. Dass dies nicht ausschließlich mit dem Einkauf von REWE Regional Produkten funktioniert ist klar und auch gar nicht Ziel und Sinn der Aktion. Dennoch konnten wir viele Produkte in unserer Stammfiliale finden und haben uns mit einem schönen Vorrat an frischen REWE Regional-Äpfeln, -Gemüse und -Salat eindecken können.
Wenn man mit offenen Augen durch die Regale spaziert, findet man jedoch auch andere Produkte aus der Region. Wir haben uns riesig gefreut, als wir als „vegan“ deklarierte Weine aus der Nähe von Ludwigsburg finden konnten. Ein „Schäfleshimmel“-Bio-Bier der Ehinger Berg-Brauerei landete auch im Einkaufskorb und bei den veganen Spätzle der Ulmer Firma Settele konnten wir auch nicht Nein sagen.

Kraut-Spätzle mit Räuchertofu & Tomaten

Zutaten für 4 Portionen

● 1 Zwiebel

● 250 g frisches Weißkraut

● 1 EL Olivenöl

● 300 g vegane Settele Spätzle

● 1 TL Chiliflocken

● 1 TL Thymian

● 3/4 TL Meersalz

● 200 g Räuchertofu

● 2 Tomaten

● 5 EL weißer Balsamico

Zubereitung

Zwiebel in feine Ringe schneiden, Kraut fein schneiden. Olivenöl in eine heiße Pfanne geben und Zwiebel und Kraut 7 Minuten ohne Rühren scharf anbraten. Spätzle hinzufügen und mit Chiliflocken, Thymian und Meersalz würzen. Weitere 5 Minuten braten. Tofu in mittelgroße Würfel schneiden. Tomaten grob würfeln. Kraut-Spätzle mit Balsamico Essig ablöschen und Tofu und Tomaten unterrühren. Mit frischem Salat servieren. Auf dem Wochenmarkt merkt man, dass der Sommer langsam kommt. Das regionale Angebot an verschiedenem Gemüse wächst auf jeden Fall von Woche zu Woche. 

Als Spargel-Fanatiker mussten wir natürlich bei einem schönen Bund grünem Spargel für unser Mittagessen zugreifen. Um hier vollkommen regional zu bleiben, gab es einen leichten Salat mit besagtem Spargel und Alblinsen, eine Delikatesse von der schwäbischen Alb.

Alblinsen-Spargel-Salat

Zutaten für 4 Portionen

● 300 g Alblinsen

● 500 g grüner Spargel

● 1 Zwiebel

● 2 Knoblauchzehen

● 1 rote Chili

● 1 TL Koriandersamen

● 1 1/2 TL Kumin

● 1 TL Agavendicksaft

● 3 EL Olivenöl + 1 EL

● 3 EL Rotweinessig

● 1 Handvoll frische Minze & Basilikum

● 1/2 TL Schwarzkümmel

Zubereitung

Linsen waschen und mit der 1 1/2 fachen Menge Wasser zum Kochen bringen. Etwa 15-20 Minuten bissfest garen. Fünf Minuten vor Ende der Kochzeit salzen. Anschließend überschüssiges Wasser durch ein Sieb abgießen und gut abtropfen. Spargel waschen und putzen. Tipp: Wenn du die Stangen am unteren Ende biegst, brechen sie an der Stelle ab, an der der Spargel holzig wird. So sparst du dir das lästige Schälen und hast garantiert keine holzigen Stücke in deinem Salat. Zwiebel in feine Streifen schneiden und Knoblauch und Chili fein hacken. 1 EL Olivenöl in eine heiße Pfanne geben und Zwiebel und Knoblauch glasig dünsten. 

Spargel und Chili hinzugeben und weitere 8 Minuten anbraten, bis das Gemüse gar ist. Linsen mit Koriandersamen, Kumin, Agavendicksaft, 3 EL Olivenöl und Rotweinessig abschmecken. Spargel auf den Linsen anrichten und mit frischer Minze, Basilikum und Schwarzkümmelsamen garnieren. 

Regionale Überraschungen

Es gab für uns auch einige Überraschungen, denn wer hätte gedacht, dass wir Sojamilch-Produkte und Knabber-Sojabohnen aus der näheren Umgebung finden würden? Das Hofgut Storzeln bietet mit den Produktlinien „HGS Drinks“, „Rehlauf“, „Socas“ und „Soypresso“ verschiedene biologische Sojaprodukte aus heimischem Anbau an. Leider gibt es (noch) keinen Tofu, die wirklich leckeren Sojadrinks passen aber perfekt in unser selbst gemischtes Müsli, das wir uns zum Teil aus Produkten der regionalen „Schapfenmühle“ selbst gemischt haben. Übrigens eine klasse Möglichkeit, den ganzen Zucker etc. fertiger Müsli-Mischungen zu vermeiden.

„Regional“ ist übrigens kein rechtlich geschützter Begriff, also heißt es auch bei den Siegeln „Augen auf“, denn eine Sojamilch aus der Bodenseeregion ist in Norddeutschland natürlich nicht mehr wirklich regional. Streng genommen ist sie das auch für uns nicht mehr, im Umkreis von 200 km angebaute Produkte würde man wohl eher als „Nahkauf“ bezeichnen – bei „Ausnahmeprodukten“ wie Sojamilch kann man da aber ein Auge zudrücken, würde ich sagen.
Möchtest du wirklich regional einkaufen, informiere dich über Hofläden in deiner Umgebung und über selbst geschlossene „regionale Initiativen“. Noch „regionaler“ wird dein Einkaufskorb, wenn du Obst und Gemüse selbst anbaust und das geht im kleinen Rahmen ja sogar auf Balkon und Fensterbank. Natürlich ist das keine Alternative zum eigenen Gewächshaus etc., deshalb lohnt es sich vielleicht, wenn du dich nach regionalen Gartengruppen umschaust. In Großstädten gibt es dazu verschiedene Urban-Gardening-Projekte. Überall sonst lohnt sich eine Recherche im Internet oder ein Anruf bei Demeter, die in ganz Deutschland über 30 solcher Projekte betreuen. Und für alles, was du nicht selbst anbauen kannst oder willst, gibt es ja Angebote wie REWE Regional :)

Lege doch auch mal eine #7xregional-Woche ein und berichte uns davon in den Kommentaren. Oder kaufst du bereits regional ein? Stelle uns doch deinen Lieblings-Marktstand oder -Hofladen vor.