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Handeln für die Zukunft

Lange Zeit schien es, als könne sich die Schatzkammer der Ozeane nie leeren. Dass Fisch und Meeresfrüchte je zur Neige gehen könnten, erschien unvorstellbar. Tatsächlich ist es heute eher fünf nach als fünf vor zwölf: Das Maximum der globalen Fischerei-Erträge wurde schon vor etwa zehn Jahren überschritten, seitdem sind die Fangmengen der wichtigsten Fischarten rückläufig. Schuld daran ist vor allem die explosionsartige Industrialisierung und Intensivierung, die die Fischereiwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten erlebt hat. Dies hat dazu geführt, dass ohne Rücksicht auf die Umwelt mehr gefangen wurde, als nachwachsen konnte. Die Fischereipolitik in der EU und anderen Regionen der Welt hat dieses Problem inzwischen erkannt und bemüht sich, diesem Raubbau Einhalt zu gebieten. Denn die Folgen illegaler Fischerei, zerstörerischer Fangtechniken und zu hohen Beifangs von Jungfischen, der die Bestände noch zusätzlich schwächt, sind verheerend.

30 Prozent der globalen Bestände gelten heute als überfischt. Weitere 57 Prozent der Fischbestände, die im Rahmen der Fischereiwirtschaft genutzt werden, sind laut Schätzungen der Welternährungsorganisation FAO am Rande der maximalen Ausbeute. Die Bestände, die mit dem richtigen Augenmaß befischt werden, sind klein: Gerade einmal 13 Prozent gelten als moderat befischt.

Für REWE ist das Gebot der Stunde klar. Beim Einkauf von Produkten auf den globalen Märkten entscheiden wir uns ganz bewusst für Fisch, der aus gesunden Beständen stammt und mit möglichst umweltschonenden Techniken gefangen wurde. Unsere Leitlinie dafür ist die „Orientierungsliste für den nachhaltigen Wildfischeinkauf“. Diese wird von unabhängigen Experten jährlich auf den neuesten Stand gebracht und von uns als Leitfaden genutzt. Sie berücksichtigt unter anderem die Bestands- und Fangtechnikbewertungen von Greenpeace und dem WWF. Aber wir gehen noch einen Schritt weiter: Unser Angebot an Fisch aus zertifizierten nachhaltigen Fischereien bauen wir stetig aus. Sie erkennen diese Produkte an den PRO PLANET- und MSC (Marine Stewardship Council)-Zeichen.

Beliebte Fischarten und ihre Gefährdung durch Überfischung

Alaska-Seelachs, Hering, Pazifischer Wildlachs und Thunfisch (Echter Bonito) stehen bei deutschen Fischliebhabern besonders hoch im Kurs. Viele Bestände dieser Fische sind gesund und gut gemanagt, ein gewisser Prozentsatz dieser Vorkommen ist jedoch teils stark überfischt.
Mehr über die Herkunft der REWE Fischprodukte mit dem PRO-PLANET-Label finden Sie hier oder auf der PRO PLANET-Website.