Warenkunde

Begriffslexikon

Warenkunde

Eine pikante Angelegenheit

Es ist keine neue Erkenntnis, sondern eine jahrtausende alte Erfahrung: Wer abwechslungsreicher, aromatischer und bekömmlicher essen möchte, kann auf Gewürze und Kräuter nicht verzichten. Allerdings sollen sie nur sparsam verwendet werden und den Eigengeschmack der Speisen nie überdecken. In der richtigen Dosierung liegt also die Würze!

Wie würde Fleisch ohne Pfeffer schmecken? Was wäre ein Salat ohne Petersilie, was ein Pudding ohne Vanille? Alle Speisen schmeckten ohne Würze langweilig, wären teilweise sogar ungenießbar. Gewürze und Kräuter sind neben den Nährstoffen wichtiger Bestandteil der Speisen, die schließlich nicht nur satt machen, sondern auch gut schmecken, ja auch aromatisch duften und außerdem noch appetitlich aussehen sollen.

Gewürze und Kräuter leisten aber noch mehr. Da die meisten wertvolle ätherische Öle und Wirkstoffe enthalten, die die Magensaftabsonderung und damit die Verdauung anregen, machen sie das Essen bekömmlicher. Frische Kräuter ergänzen es außerdem mit wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen. Nicht umsonst galten viele Gewürze und Kräuter zu allen Zeiten auch als Heilmittel gegen die verschiedensten Krankheiten - Heilmittel, auf die man sich heute wieder besinnt.

Wie gewürzt wird, ist natürlich in erster Linie eine Frage des persönlichen Geschmacks. Aber auch regionale Kochgewohnheiten und die vielen Urlaubsreisen in hauptsächlich südliche Länder beeinflussen den Umgang mit Gewürzen und Kräutern. Immer mehr neue Würzrezepte werden entdeckt. Das Angebot an Gewürzen und Kräutern hält in seiner Vielfalt mit diesem Trend Schritt. Das ganze Jahr hindurch bekommt man alles, was man braucht, frisch, getrocknet oder tiefgefroren und zu einem vernünftigen - nicht wie früher "gepfefferten" - Preis, obwohl die meisten Gewürze ja eine sehr weite Reise hinter sich haben.

Als Gewürze bezeichnet man getrocknete Pflanzenteile. Sie stammen oft aus den Tropen und enthalten Aromastoffe, die würzig oder scharf schmecken. Man unterscheidet dabei zwischen

  • Frucht- und Samengewürzen wie Pfeffer, Paprika, Muskatnuss und Kümmel etc.
  • Blütengewürzen wie Safran und Nelken,
  • Rindengewürzen wie Zimt,
  • Blattgewürzen wie Basilikum, Bohnenkraut, Majoran etc. und
  • Wurzel- und Zwiebelgewürzen wie Ingwer, Knoblauch etc.

Die Blattgewürze zählen allerdings nur zu den Gewürzen, wenn sie getrocknet sind, in frischem Zustand bezeichnet man sie als Küchen- oder Würzkräuter.