Warenkunde
Begriffslexikon
Die Bio Geschichte
Die Anfänge der biologischen Landwirtschaft
Die Begriffe „ökologische Landwirtschaft“ oder „biologische Landwirtschaft“ bezeichnen die Herstellung von Nahrungsmitteln und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen auf der Grundlage möglichst naturnaher Produktionsmethoden sowie unter Berücksichtigung von Ökologie und Umweltschutz.
Die Anfänge des ökologischen Landbaus reichen bis in die 1920er Jahre zurück: Auf der einen Seite war da der „organisch-biologische Landbau“ mit einer organischen Düngungsphilosophie. Er entstand im Zuge der Schweizer Agrarreformbewegung um Hans Müller und Hans Peter Rusch.
Auf der anderen Seite gab es die „biologisch-dynamische Bewegung“ in der Tradition der Anthroposophie Rudolf Steiners. Sie war stark esoterisch, aber ohne Umweltaspekte. Diese anthroposophischen Grundsätze wurden in den 1950er Jahren durch sozioökonomische Konzepte ergänzt, die auf den Erhalt der bäuerlichen Lebensweise abzielten. Ebenfalls erst in den 1950er Jahren begann die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise die allgemein anerkannten naturwissenschaftlichen Erkenntnisse zu Bodenfruchtbarkeit und Humuswirtschaft zu integrieren.
